Moin Roberto da Gama,
kurz, aber heftig... so und nicht anders wird mein Fazit in Bezug auf den Besuch in Rodgau ausfallen. Gestern Nacht um 3 hier angekommen, begab ich mich bereits heute früh um 8 zum Bahnhof, um Susi und Henning entgegenzufahren. Dabei konnte ich den verregneten Morgendunst genießen, der über Rodgaus Straßen hing und der lediglich in den Gefilden der Bonhoeffer Straße vom leisen Summen der B-45 zerschnitten zu werden drohte.
Ich stieg also in meinen Truck (ick hab die Funke jedanklick mit einjeschalted, um mit meenen Kollägen uffa Autobahn in Kontakt zu bleiben, wa!) und fuhr gen Hauptstraße.
Nichts böses ahnend fuhr ich an der Schule vorbei. Mein Kopf im Traumdialog zwischen Autobahnfantasien und Rodgauer Kindheitserlebnissen.
Da passierte es:
Mit wurde bewusst, dass es in Rodgau einen Zeittunnel, ein Wurmloch oder etwas ähnlich chrono-physikalisch einflussreiches geben muss... denn ich sah ein Gesicht. Nicht irgendein Gesicht, sondern ein ganz bestimmtes, das ich bereits seit meiner Grundschulzeit sehen konnte.
Das Gesicht von Patrick Hakenbroich!
Mit der Ruhe eines säugenden Nar-Wal Weibchens fuhr mir dieser lange Kerl auf seinem Fahrrad entgegen, das Gesicht so bubenhaft wie zu Zeiten der 1a der Münchhausen Schule.
Die Zeit schien für einen Moment stillzustehen, als ich bemerkte, dass die Rhytmik seines wiegenden Gehstils, direkten Einfluss auf die Art und Weise seines Tretbewegungsablaufs genommen hatte. Kaum sah ich ihn, war es auch schon wieder vorbei und die Zeit, die für einen Moment stillgestanden hatte, holte in einem Sprung den Geschwindikeitsverlust nach, indem alles vorgespult wurde.
Ich blieb verwundert zurück, als ich in den 3ten Gang schaltete. Als ich am verkehrischen Schmelztiegel Hainhausens - der Kreuzung zwischen Getränke Profi und Sonnenstudie - angelangt war, fragte ich mich, wie es dieser Kerl immer wieder schafft, so sicher wie das Amen in der Kirche von mir gesehen zu werden, wenn ich mal wieder in den Rodgau komme. Er scheint mit der Regelmäßigkeit eines Pendels zwischen eben besagter Kreuzung und der Brücke unten am Klärwerk hinundherzuwandern.
Ist es ein Müßiggang? Ist das sein Job (Hauptstraßen Surfer) oder hat er sich einfach nur seit der Grundschule verlaufen und findet den Weg nach Hause nicht mehr ?
Vielleicht aber ist es seine Form eines Aufrufs. Seine Form eines Columbine oder Erfurt Massakers. Ein stiller Protestmarsch, mit dem er die Rastlosigkeit unserer modernen Gesellschaft kritisiert. Eine seit mehreren Jahren dauernde Pilgerreise, die irgendwann zur Rodgauer Loveparade anwachsen könnte, würde nur irgendjemand die gelebte Konsequenz dieser Aktion zur Kenntnis nehmen.
Die Antwort darauf wird mir wohl auf Ewig verborgen bleiben. Aber eines kann ich mit Sicherheit sagen. Es ist manchmal schön zu wissen, dass sich einige Dinge nie ändern.
Der Rodgau...
Wie ein Fels in der Brandung steht Patrick Hakenbroich dort und ruft mir wie eine Maschine aus der Zukunft, die nicht altern kann, zu: "Ich komme wieder!..."
Hasta la Vista, Baby! ;)
Hahahahaha, hab letzt seinen Bruder gesehn, und der sieht nicht nur GENAUSDO aus, sondern hat auch den gleichen STYLE wie sein bro!
AntwortenLöschenAber hallo!
AntwortenLöschenHakenbroich hab ich neulich auch gesehen. Hässlich wie eh und je...
wann hasten jetzt ne Bude, Ulf?
So, ich schliesse hiermit mal das Topic P.H.
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